Von Mumbai ueber Goa nach Hampi
Flug verlauft ohne Probleme und ich komme ziemlich geraedert nach 22 Std in Mumbai an. Ein Taxi bringt mich zur Heilsarmee, wo ich ein Bett in einem Schlafsaal fuer 2E\Nacht bekomme. Mittlerweile sind 26 Std vergangen und alleine die Taxifahrt in die Stadt fuellte meinen Kopf mit den verschiedensten Eindruecken. Zusammen mit dem Schlafmangel macht das meine Verwirrung perfekt. Schlaf wuerde mir jetzt gut tun. Mein Kopf beruehrt die harte Matraze und ich schliesse meine Augen. Ein paar Sekunden spaeter fahre ich zu tode erschrocken hoch. Ein Inder steht neben meinem Bett und singt aus vollem Hals. In den naechsten zwei Stunden wird in dem Schlafsaal Waesche gewaschen, telefoniert und Musik dreohnt aus verschiedenen Handys. Kommunizieren mit den Krawallmachern ist unmoeglich. Mir reichts! Ich fahre zum Bahnhof und kaufe ein Ticket fuer einen Nachtbus nach Goa. Die angekuendigten 14 Std verlaengern sich um laecherliche 12 Std wegen einer ueberschwemmten Bruecke.

In meiner kleinen Kabine laesst es sich aber bequem liegen und ich schlafe die meiste Zeit.

Ausgeschlafen und mit guter Laune erreiche ich Anjuna, wo durch die erst beginnende Saison sehr wenige Touristen sind. Ein Restaurant am Meer mit Liegen und vorzueglichem Essen wird mein Zuhause fuer die naechste Woche. Frisbee, und Kartenspielen, schwimmen und lesen meine taegliche Beschaeftigung. Das Highligt des Tages ist der Sonnenuntergang. Reisende aus aller Welt geniessen das bilderbuchhafte Versinken der Sonne im Meer, begleitet von droehnenden Baessen.
Mit einem israelischen Paerchen teile ich mir ein Taxi nach Palolem, einem beruehmt-beruechtigen Hippie Strand 80km weiter suedlich. An einer Polizeikontrolle werden wir herausgewunken. "They are not gonna chase us anyway" die Erklaerung des Taxisfahrers und schon sind wir durchgebraust. Ein paar Minuten spaeter schneidet uns ein Roller. Der Polizist hat einen Roller angehalten und dem Fahrer befohlen uns zu einzuholen. Er zehrt den Fahrer von seinem Sitz, nimmt Platz und dreht das Auto mitten auf der Strasse. Es kracht und der rechte Aussenspiegel verabschiedet sich. Zu stark ist der LKW, der zum Glueck nur den Spiegel mitgenommen hat. Auf meine Frage was den mit dem Taxifahrer passiert, der noch auf der anderen Strassenseite steht, haelt der Polizist an und laesst ihn hinten zu den Israelis steigen. Zurueck am Kontrollpunkt bezahlt der Taxifahrer seinen Strafzettel fuer das nicht Tragen seiner Uniform und wir setzen die Fahrt fort.
In Palolem verbringe ich meine Zeit aehnlich wie in Anjuna. Ich bin ein wenig enttaeuscht von den Straenden. Sie sind zwar schoen koennen aber zum Beispiel mit vielen Straenden Thailands nicht mithalten. Familien verbringen hier mittlerweile genauso ihren Urlaub wie Moechtegernhippies und Horden von Israelis. Ein italienisches Restaurant steht neben dem anderen, zwischendurch mal ein Mexikaner. Die Preise der Unterkuenfte steigen jeden Tag. Die Saison beginnt.


Nach einer Woche verlasse ich Palolem Richtung Hampi. Die Strasse nach Hampi ist grauenhaft. Mehrmals wache ich mitten in der Nacht auf und schwebe in meiner Liegeposition mitten in der Luft. Gleich tuts wieder weh ist der einzige Gedanke der mir immer wieder durch den Kopf geht bevor ich krachend auf der Liege aufschlage. Bei dieser Strasse ist es nicht von Vorteil direkt ueber der Achse zu liegen. Ein paar blaue Flecke spaeter komme ich an. Hampi, historisch wertvoll, war ab 1343 die Hauptstadt des hinduistischen Koenigreichs Vijayangar. Heute leben hier nur noch ca. 2000 Menschen. Ueber 26 km2 verstreut gibt es unzaehlige Tempel inmitten einer faszinierenden Landschaft aus Reisfeldern und roten Steinbloecken.


Die naechsten Tage gehts von Tempel zu Tempel. Hartes Kulturprogramm in sengender Hitze. Abends abkuehlen und Adrenalinkick mit einem 13m hohen Sprung in den nahe gelegenen See.

Die folgenden Tage sind wieder etwas gemuetlicher. Von dem Restaurant unseres Guesthoues hat man einen wunderschoenen Ausblick ueber die Reisfelder. Hier wird wieder viel Gelesen und Kartengespielt. Einen Mittag probiere ich mich in Bouldern (eine Art klettern ohne Sicherung),stelle fest das ich nicht sehr begabt bin und ziehe mir einige Schuerfwunden zu.

Morgens gibt uns Mikky, die auch in unserem Guesthouse wohnt,Yoga Stunden im Garten. Muskelkater ist die Belohnung. Es gibt Stellen in meinem Koerper da haette ich keine Muskeln vermutet! Wird es Abend klettere ich auf einen Aussichtspunkt in der Naehe. Die Anstrengung lohnt sich jeden Tag, Der Steinboden speichert die Hitze der Sonne bis spaet in die Nacht und der Ausblick von hier oben ist unbeschreiblich besonders.

Nach ein paar Tagen stoesst Pedro zu uns und beglueckt uns mit seiner aufdringlichen, bereichernden Art. Seiner Aussage nach ist er internationaler Schmuggler und Drogenhaendler und nur in Hampi um fuer ein paar Tage dem Alkohol zu entsagen.Schon seit 20 Jahren in Indien, Zahn- und Geldlos hat er nicht die Moeglichkeit das Land wieder zu verlassen. Aufenthalt ohne Visa in Indien ist ein schweres Vergehen. Er spricht 6 Sprachen und hat in vielen verschiedenen Laendern gelebt. Unsere taegliche gute Tag zwei Essen fuer Pedro und ein Schlafplatz vor unserem Zimmer auf unserem Haengebett. Er begleicht seine Schulden mit Geschichten aus seinem Leben und philosophiert bei jeder Nachfrage wunderbar: Don't ask! You have to know the answer!
Rechtschreibfehler sind Absicht und Eigentum des Autors.
Bis bald
der Sepp

In meiner kleinen Kabine laesst es sich aber bequem liegen und ich schlafe die meiste Zeit.

Ausgeschlafen und mit guter Laune erreiche ich Anjuna, wo durch die erst beginnende Saison sehr wenige Touristen sind. Ein Restaurant am Meer mit Liegen und vorzueglichem Essen wird mein Zuhause fuer die naechste Woche. Frisbee, und Kartenspielen, schwimmen und lesen meine taegliche Beschaeftigung. Das Highligt des Tages ist der Sonnenuntergang. Reisende aus aller Welt geniessen das bilderbuchhafte Versinken der Sonne im Meer, begleitet von droehnenden Baessen.
Mit einem israelischen Paerchen teile ich mir ein Taxi nach Palolem, einem beruehmt-beruechtigen Hippie Strand 80km weiter suedlich. An einer Polizeikontrolle werden wir herausgewunken. "They are not gonna chase us anyway" die Erklaerung des Taxisfahrers und schon sind wir durchgebraust. Ein paar Minuten spaeter schneidet uns ein Roller. Der Polizist hat einen Roller angehalten und dem Fahrer befohlen uns zu einzuholen. Er zehrt den Fahrer von seinem Sitz, nimmt Platz und dreht das Auto mitten auf der Strasse. Es kracht und der rechte Aussenspiegel verabschiedet sich. Zu stark ist der LKW, der zum Glueck nur den Spiegel mitgenommen hat. Auf meine Frage was den mit dem Taxifahrer passiert, der noch auf der anderen Strassenseite steht, haelt der Polizist an und laesst ihn hinten zu den Israelis steigen. Zurueck am Kontrollpunkt bezahlt der Taxifahrer seinen Strafzettel fuer das nicht Tragen seiner Uniform und wir setzen die Fahrt fort.
In Palolem verbringe ich meine Zeit aehnlich wie in Anjuna. Ich bin ein wenig enttaeuscht von den Straenden. Sie sind zwar schoen koennen aber zum Beispiel mit vielen Straenden Thailands nicht mithalten. Familien verbringen hier mittlerweile genauso ihren Urlaub wie Moechtegernhippies und Horden von Israelis. Ein italienisches Restaurant steht neben dem anderen, zwischendurch mal ein Mexikaner. Die Preise der Unterkuenfte steigen jeden Tag. Die Saison beginnt.


Nach einer Woche verlasse ich Palolem Richtung Hampi. Die Strasse nach Hampi ist grauenhaft. Mehrmals wache ich mitten in der Nacht auf und schwebe in meiner Liegeposition mitten in der Luft. Gleich tuts wieder weh ist der einzige Gedanke der mir immer wieder durch den Kopf geht bevor ich krachend auf der Liege aufschlage. Bei dieser Strasse ist es nicht von Vorteil direkt ueber der Achse zu liegen. Ein paar blaue Flecke spaeter komme ich an. Hampi, historisch wertvoll, war ab 1343 die Hauptstadt des hinduistischen Koenigreichs Vijayangar. Heute leben hier nur noch ca. 2000 Menschen. Ueber 26 km2 verstreut gibt es unzaehlige Tempel inmitten einer faszinierenden Landschaft aus Reisfeldern und roten Steinbloecken.


Die naechsten Tage gehts von Tempel zu Tempel. Hartes Kulturprogramm in sengender Hitze. Abends abkuehlen und Adrenalinkick mit einem 13m hohen Sprung in den nahe gelegenen See.

Die folgenden Tage sind wieder etwas gemuetlicher. Von dem Restaurant unseres Guesthoues hat man einen wunderschoenen Ausblick ueber die Reisfelder. Hier wird wieder viel Gelesen und Kartengespielt. Einen Mittag probiere ich mich in Bouldern (eine Art klettern ohne Sicherung),stelle fest das ich nicht sehr begabt bin und ziehe mir einige Schuerfwunden zu.

Morgens gibt uns Mikky, die auch in unserem Guesthouse wohnt,Yoga Stunden im Garten. Muskelkater ist die Belohnung. Es gibt Stellen in meinem Koerper da haette ich keine Muskeln vermutet! Wird es Abend klettere ich auf einen Aussichtspunkt in der Naehe. Die Anstrengung lohnt sich jeden Tag, Der Steinboden speichert die Hitze der Sonne bis spaet in die Nacht und der Ausblick von hier oben ist unbeschreiblich besonders.

Nach ein paar Tagen stoesst Pedro zu uns und beglueckt uns mit seiner aufdringlichen, bereichernden Art. Seiner Aussage nach ist er internationaler Schmuggler und Drogenhaendler und nur in Hampi um fuer ein paar Tage dem Alkohol zu entsagen.Schon seit 20 Jahren in Indien, Zahn- und Geldlos hat er nicht die Moeglichkeit das Land wieder zu verlassen. Aufenthalt ohne Visa in Indien ist ein schweres Vergehen. Er spricht 6 Sprachen und hat in vielen verschiedenen Laendern gelebt. Unsere taegliche gute Tag zwei Essen fuer Pedro und ein Schlafplatz vor unserem Zimmer auf unserem Haengebett. Er begleicht seine Schulden mit Geschichten aus seinem Leben und philosophiert bei jeder Nachfrage wunderbar: Don't ask! You have to know the answer!
Rechtschreibfehler sind Absicht und Eigentum des Autors.
Bis bald
der Sepp
bazti - 29. Okt, 14:59