Von Peru nach Bolivien
Unser Weihnachtsfest unterscheidet sich kaum von dem bekannten deutschen. Wir verbringen Heiligabend gemuetlich bei Freunden aus Arequipa und essen Unmengen. Um 00.00Uhr schauen wir das Feuerwerk ueber der Stadt an (Ja, an Weihnachten!).
Am ersten Weihnachtsfeiertag steht ein Ausflug aufs Land an. Wir werden eindrucksvoll bewirtet. Nach dem ersten Gang bin ich satt! Es folgen drei weitere…
Der Bauer zeigt uns stolz seine Obstbaeume (wir muessen ueberall probieren) und alle seine Tiere. Bei den Kuehen angelangt muessen Camilla und ich zeigen was wir koennen. Melken ist angesagt! Kaum sitzt Camilla auf dem Melkschemel ohrfeigt die Kuh sie mit ihrem vollgekackten Schwanz. Was fuer ein Spass!
Es wird jetzt langsam Zeit sich von Arequipa, den neugewonnen Freunden und der Faulenzerei loszureissen. Die halbe Mitarbeiterschaft des Hotels verabschiedet uns an der Rezeption.
Naechste Station ist Puno am Titicaca-See. Eine farblose Ortschaft mit schlechtem Wetter. Wir schauen uns die schwimmenden Inseln an und entkommen nur mit Muehe den aufdringlichen geschaeftstuechtigen Inselbewohnern.
In Copacabana, auf der bolivianischen Seite des Titicaca-Sees, ist es um einiges schoener. Hier verbringen wir ein ruhiges Silvester mit „bestem schweizer Kaesefondue“ und Feuerwerk ueber dem See!

Der naechste Bus bringt uns nach La Paz, dem hoechsten Regierungssitz der Welt. Sympatisch liegt diese riesige Stadt, mit ihren steilen Strassen, inmitten von Bergen. Laufen faellt hier besonders schwer. Der Sauerstoffmangel auf knapp 4000m macht sich deutlich bemerkbar.

Um 50 Jahre gealtert schleppen wir uns durch die Stadt und besichtigen Cocamuseum, Goldmuseum, Aussichtspunkte, Valle de la Luna (Mondtal) und den Hexenmarkt. Ausserdem schauen wir uns den Regierungspalast an und besuchen das Grab des revolutionären Marschall Andrés Santa Cruz.
Unsere Haupbeschaeftigung in La Paz ist es, trotz all dieser Sehenswuerdigkeiten, die Kreditkarte von Camilla wiederzubeschaffen. Ein Automat in Hotelnaehe zieht sie ein und eine Anzeige mit: " KNOWN ERROR" erscheint. Zwei Telefonate spaeter stehen wir am naechsten Morgen in der Bank und fragen nach der Karte. "Irgendwann in der naechsten Woche wird der Automat gefuellt und die Karten herausgeholt" ist die Aussage der Angestellten. Wir haben wenig Lust eine Woche zu warten. Nach einer 20min Diskussion bekommen wir die Zusicherung die Bank werde es heute noch probieren. Ein Anruf der Bank in unserem Hostel am spaeten Nachmittag laesst gute Nachricht vermuten. Wieder in der Bank bekommt Camilla tatsaechlich ihre Karte wieder und eine nette Angestellte bietet an es nochmal an dem Automat innerhalb der Bank zu versuchen. Nachdem sie zugesichert hat dass es kein Problem sei den Automat zu oeffnen, fuer den Fall dass etwas schief geht, probieren wir es wieder. Wieder wird die Karte eingezogen. Auf unser Draengen den Automat zu oeffen ist ploetzlich der Zustaendige gerade nicht verfuegbar. Wir sollen in einer Stunde wiederkommen...
Eine Stunde spaeter wird uns eroeffnet dass der Automat in der naechsten Woche gefuellt wird und dann.... Ich bin kurz vorm Platzen. Die Diskussion beginnt von neuem und endet zwei Hierachiestufen hoeher. Wir kommen kurz nach Feierabend wieder und bekommen die Karte erneut. In der naechsten Bank angekommen (weil Geld brauchen wir ja immer noch...) fragen wir vorher ob es moeglich ist mit dieser Karte Geld abzuheben. Die freundliche Dame an der Rezeption verneint und erlaeutert die unterschiedlichen Arbeitsweisen der Banken in Bolivien. Sie erklaert bei welcher Bank es funktioniert. Bei der BNB (Banco National de Bolivia) angekommen frisst der Automat die Visa mit einem Grinsen und behauptet frech die Karte waere gestohlen. BNB ist leider schon geschlossen und wir werden von einer Mitarbeiterin zu einer Zentralen Stelle geschickt die sich mit solchen Problemen beschaeftigt. Dort ankommen die neue supernuetzliche Information dass die Automaten innherhalb einer Woche....BlaBlaBla.. Von hier aus koennen sie nichts machen..BlaBlaBla! Wir sollen am naechsten Tag persoenlich bei der Bank antanzen. Am naechsten Tag bei BNB: Die Automaten werden einmal pro Woche(...) und ausserdem ist die Zentrale Stelle zustaendig (...). Wieder eine lange Diskussion und die Dame verspricht die Karte werde um 16.00Uhr in der Zentralen Stelle sein und wir koennten sie dort abholen. SEGUROOOOOO! Camilla schlaegt vor um 15.45Uhr zu gehen nur fuer den Fall der Faelle. 15.45Uhr in der Zentralen Stelle ....KEINE KARTE. Im Laufschritt gehts zurueck zu BNB. Wuetend erklaeren wir der inkompetenten Dame im grauen Kostuem, dass uns ihr Feierabend ziemlich egal ist und wir uns nicht ohne die Karte hier wegbewegen. Nach zwei Telefonaten mit Señor Bankchef erklaert sie uns dass sich die Karte in der Bank befindet aber interne Bankpolitik es verbietet sie uns auszuhaendigen. Jetzt reist der Faden. Der Ton verschaerft sich gewaltig. Wir fragen wer unser Flugticket am kommenden Tag bezahlen will?? Wir moechten mit Señor Bankchef persoenlich sprechen. Ihr aengstlicher Gesichtsausdruck zeigt uns was sie von der Idee haelt. Ja wir: DER POEBEL! Eine Etage tiefer sprechen wir mit der Sekraeterin des Señor Bankchefs. Sie telefoniert dreimal mit ihrem Chef. Es ist ihr jedes Mal deutlich unangenehm. Als Camilla ankuedigt sich auch ohne Einladung auf den Weg in sein Buero zu machen, macht sich Entsetzen in ihrem Gesicht breit. Ein letztes Mal ruft sie an und bettelt fuer uns am Telefon und sagt ihm mehrmals, dass wir aber nicht einfach gehen. Señor Bankchef laesst sich erbarmen und schickt einen Kurier in die Zentrale Stelle, wo wir kurz darauf die Karte in Empfang nehmen. Nicht mit uns :)
Eine weitere Attraktion in der Umgebung von La Paz ist der Camino de las Yungas (auch Todesstrasse genannt). Sie wurde 1995 von der Interamerikanischen Entwicklungsbank zur „Gefährlichsten Straße der Welt“ ernannt. Bis 2007 verschwanden hier monatlich 2 Autos.


Heute wird die Strasse hauptsaechlich mit dem Mountainbike befahren.
Um 7.00Uhr geht es los und wir fahren mit dem Transporter auf 4700m. Wir bekommen eine kurze Einweisung und legen unsere Sicherheitsausruestung an. Dann geht es los.


Die Strecke ist 64km lang und der Hoehenunterschied von Start zu Ziel betraegt 3500m. Das Klima und auch die Pflanzenwelt veraendern sich staendig.



Am Startpunkt frieren wir noch alle, trotz Jacken und Muetzen. Am Ziel angekommen wartet ein Pool, gutes Essen und es ist knapp 30C heiss. Hier erfahre ich auch vom schaerfsten Curry Boliviens...
Am naechsten Tag gibt es nicht viel zu tun. Schlechtes Wetter, wir haben alle unsere Bankkarten und unser Bus faehrt erst am Abend. Wir landen in dem populaeren indischen Restaurant. Auf der Karte das beruechtigte Gericht mit 35 Chillis als Wuerzmittel.

Als Preis fuer jeden der das Curry aufisst winkt ein T-Shirt mit der Aufschrift: I survived the most dangerous Vindaloo! Mein Kampfgeist packt mich und ich bestelle. Zwei Anlaeufe und das Curry findet sich in meinem Magen wieder. Essen war im nachhinein gesehen leider nur das erste Problem. Nachts finde ich mich auf meiner zweiten Todesstrasse wieder (definitiv um einiges anstrengender als die erste). Die Notfalltoilette im Bus nach Uyuni wird mein bester Freund. An Schlaf ist nicht zu denken.
Am naechsten Morgen komme ich geraedert in Uyuni einer winzigen Stadt, in der Naehe der Salzwueste, an. Wir mieten einen Jeep mit Fahrer fuer die naechsten drei Tage und machen uns auf um uns die Salzwueste, verschiedene Lagunen und Vulkane anzuschauen.






Am ersten Weihnachtsfeiertag steht ein Ausflug aufs Land an. Wir werden eindrucksvoll bewirtet. Nach dem ersten Gang bin ich satt! Es folgen drei weitere…
Der Bauer zeigt uns stolz seine Obstbaeume (wir muessen ueberall probieren) und alle seine Tiere. Bei den Kuehen angelangt muessen Camilla und ich zeigen was wir koennen. Melken ist angesagt! Kaum sitzt Camilla auf dem Melkschemel ohrfeigt die Kuh sie mit ihrem vollgekackten Schwanz. Was fuer ein Spass!
Es wird jetzt langsam Zeit sich von Arequipa, den neugewonnen Freunden und der Faulenzerei loszureissen. Die halbe Mitarbeiterschaft des Hotels verabschiedet uns an der Rezeption.
Naechste Station ist Puno am Titicaca-See. Eine farblose Ortschaft mit schlechtem Wetter. Wir schauen uns die schwimmenden Inseln an und entkommen nur mit Muehe den aufdringlichen geschaeftstuechtigen Inselbewohnern.
In Copacabana, auf der bolivianischen Seite des Titicaca-Sees, ist es um einiges schoener. Hier verbringen wir ein ruhiges Silvester mit „bestem schweizer Kaesefondue“ und Feuerwerk ueber dem See!

Der naechste Bus bringt uns nach La Paz, dem hoechsten Regierungssitz der Welt. Sympatisch liegt diese riesige Stadt, mit ihren steilen Strassen, inmitten von Bergen. Laufen faellt hier besonders schwer. Der Sauerstoffmangel auf knapp 4000m macht sich deutlich bemerkbar.

Um 50 Jahre gealtert schleppen wir uns durch die Stadt und besichtigen Cocamuseum, Goldmuseum, Aussichtspunkte, Valle de la Luna (Mondtal) und den Hexenmarkt. Ausserdem schauen wir uns den Regierungspalast an und besuchen das Grab des revolutionären Marschall Andrés Santa Cruz.
Unsere Haupbeschaeftigung in La Paz ist es, trotz all dieser Sehenswuerdigkeiten, die Kreditkarte von Camilla wiederzubeschaffen. Ein Automat in Hotelnaehe zieht sie ein und eine Anzeige mit: " KNOWN ERROR" erscheint. Zwei Telefonate spaeter stehen wir am naechsten Morgen in der Bank und fragen nach der Karte. "Irgendwann in der naechsten Woche wird der Automat gefuellt und die Karten herausgeholt" ist die Aussage der Angestellten. Wir haben wenig Lust eine Woche zu warten. Nach einer 20min Diskussion bekommen wir die Zusicherung die Bank werde es heute noch probieren. Ein Anruf der Bank in unserem Hostel am spaeten Nachmittag laesst gute Nachricht vermuten. Wieder in der Bank bekommt Camilla tatsaechlich ihre Karte wieder und eine nette Angestellte bietet an es nochmal an dem Automat innerhalb der Bank zu versuchen. Nachdem sie zugesichert hat dass es kein Problem sei den Automat zu oeffnen, fuer den Fall dass etwas schief geht, probieren wir es wieder. Wieder wird die Karte eingezogen. Auf unser Draengen den Automat zu oeffen ist ploetzlich der Zustaendige gerade nicht verfuegbar. Wir sollen in einer Stunde wiederkommen...
Eine Stunde spaeter wird uns eroeffnet dass der Automat in der naechsten Woche gefuellt wird und dann.... Ich bin kurz vorm Platzen. Die Diskussion beginnt von neuem und endet zwei Hierachiestufen hoeher. Wir kommen kurz nach Feierabend wieder und bekommen die Karte erneut. In der naechsten Bank angekommen (weil Geld brauchen wir ja immer noch...) fragen wir vorher ob es moeglich ist mit dieser Karte Geld abzuheben. Die freundliche Dame an der Rezeption verneint und erlaeutert die unterschiedlichen Arbeitsweisen der Banken in Bolivien. Sie erklaert bei welcher Bank es funktioniert. Bei der BNB (Banco National de Bolivia) angekommen frisst der Automat die Visa mit einem Grinsen und behauptet frech die Karte waere gestohlen. BNB ist leider schon geschlossen und wir werden von einer Mitarbeiterin zu einer Zentralen Stelle geschickt die sich mit solchen Problemen beschaeftigt. Dort ankommen die neue supernuetzliche Information dass die Automaten innherhalb einer Woche....BlaBlaBla.. Von hier aus koennen sie nichts machen..BlaBlaBla! Wir sollen am naechsten Tag persoenlich bei der Bank antanzen. Am naechsten Tag bei BNB: Die Automaten werden einmal pro Woche(...) und ausserdem ist die Zentrale Stelle zustaendig (...). Wieder eine lange Diskussion und die Dame verspricht die Karte werde um 16.00Uhr in der Zentralen Stelle sein und wir koennten sie dort abholen. SEGUROOOOOO! Camilla schlaegt vor um 15.45Uhr zu gehen nur fuer den Fall der Faelle. 15.45Uhr in der Zentralen Stelle ....KEINE KARTE. Im Laufschritt gehts zurueck zu BNB. Wuetend erklaeren wir der inkompetenten Dame im grauen Kostuem, dass uns ihr Feierabend ziemlich egal ist und wir uns nicht ohne die Karte hier wegbewegen. Nach zwei Telefonaten mit Señor Bankchef erklaert sie uns dass sich die Karte in der Bank befindet aber interne Bankpolitik es verbietet sie uns auszuhaendigen. Jetzt reist der Faden. Der Ton verschaerft sich gewaltig. Wir fragen wer unser Flugticket am kommenden Tag bezahlen will?? Wir moechten mit Señor Bankchef persoenlich sprechen. Ihr aengstlicher Gesichtsausdruck zeigt uns was sie von der Idee haelt. Ja wir: DER POEBEL! Eine Etage tiefer sprechen wir mit der Sekraeterin des Señor Bankchefs. Sie telefoniert dreimal mit ihrem Chef. Es ist ihr jedes Mal deutlich unangenehm. Als Camilla ankuedigt sich auch ohne Einladung auf den Weg in sein Buero zu machen, macht sich Entsetzen in ihrem Gesicht breit. Ein letztes Mal ruft sie an und bettelt fuer uns am Telefon und sagt ihm mehrmals, dass wir aber nicht einfach gehen. Señor Bankchef laesst sich erbarmen und schickt einen Kurier in die Zentrale Stelle, wo wir kurz darauf die Karte in Empfang nehmen. Nicht mit uns :)
Eine weitere Attraktion in der Umgebung von La Paz ist der Camino de las Yungas (auch Todesstrasse genannt). Sie wurde 1995 von der Interamerikanischen Entwicklungsbank zur „Gefährlichsten Straße der Welt“ ernannt. Bis 2007 verschwanden hier monatlich 2 Autos.


Heute wird die Strasse hauptsaechlich mit dem Mountainbike befahren.
Um 7.00Uhr geht es los und wir fahren mit dem Transporter auf 4700m. Wir bekommen eine kurze Einweisung und legen unsere Sicherheitsausruestung an. Dann geht es los.


Die Strecke ist 64km lang und der Hoehenunterschied von Start zu Ziel betraegt 3500m. Das Klima und auch die Pflanzenwelt veraendern sich staendig.



Am Startpunkt frieren wir noch alle, trotz Jacken und Muetzen. Am Ziel angekommen wartet ein Pool, gutes Essen und es ist knapp 30C heiss. Hier erfahre ich auch vom schaerfsten Curry Boliviens...
Am naechsten Tag gibt es nicht viel zu tun. Schlechtes Wetter, wir haben alle unsere Bankkarten und unser Bus faehrt erst am Abend. Wir landen in dem populaeren indischen Restaurant. Auf der Karte das beruechtigte Gericht mit 35 Chillis als Wuerzmittel.

Als Preis fuer jeden der das Curry aufisst winkt ein T-Shirt mit der Aufschrift: I survived the most dangerous Vindaloo! Mein Kampfgeist packt mich und ich bestelle. Zwei Anlaeufe und das Curry findet sich in meinem Magen wieder. Essen war im nachhinein gesehen leider nur das erste Problem. Nachts finde ich mich auf meiner zweiten Todesstrasse wieder (definitiv um einiges anstrengender als die erste). Die Notfalltoilette im Bus nach Uyuni wird mein bester Freund. An Schlaf ist nicht zu denken.
Am naechsten Morgen komme ich geraedert in Uyuni einer winzigen Stadt, in der Naehe der Salzwueste, an. Wir mieten einen Jeep mit Fahrer fuer die naechsten drei Tage und machen uns auf um uns die Salzwueste, verschiedene Lagunen und Vulkane anzuschauen.






bazti - 18. Jan, 18:25